Die Zukunft der Innenstädte: Ein Hoffnungsschimmer in den Passantenfrequenzen
In den letzten Jahren wurde viel über das "Sterben der Innenstädte" diskutiert. Doch eine neue Perspektive bringt Hoffnung, vor allem dank präziser, lasergestützter Passantenmessungen. Laut Julian Aengenvoort, Geschäftsführer von hystreet.com, bleibt die Besucherfrequenz in deutschen Städten erstaunlich stabil – nur +/- 2 % im Jahresvergleich. Dies steht im krassen Gegensatz zu den negativen Berichten, die oft in den Medien zu finden sind.
Warum die Öffentlichkeit die Stabilität nicht erkennt
Aengenvoort erklärt, dass schlechte Nachrichten oft mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das Fokussieren auf die Krise übersieht oft positive Entwicklungen. Laut ihren Messdaten wird nach wie vor beträchtliches Geld in die Innenstädte getragen, obwohl der Online-Handel anhaltend ansteigt. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass ein besserer Umgang mit Frequenzdaten für Händler von Vorteil sein kann, um das Geschäftspotenzial direkt vor ihren Läden zu optimieren.
Aktive Stadtentwicklung zeigt positive Effekte
Eine lebendige Innenstadt erfordert ein aktives Netzwerk aus Akteuren, die in Aufenthaltsqualität, Mobilität und Veranstaltungen investieren. Hanau ist ein hervorragendes Beispiel, wie strategische Investitionen die Besucherzahlen erhöht haben. Hier wird das umgebaute Gebäude des ehemaligen Kaufhofs zu einem kulturellen und geschäftlichen Mittelpunkt, was bereits zu einem Anstieg von fast 5 % im vergangenen Jahr geführt hat.
Das Potenzial von Veranstaltungen zur Belebung der Frequenzen
Großveranstaltungen spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle für den stationären Einzelhandel. Veranstaltungen wie die Fußball-EM ziehen zusätzliches Publikum an und beleben die Innenstädte. Die langfristigen Effekte solcher Events sind jedoch variabel, da sie oft nur kurzfristige Schwankungen im Publikumsverkehr nach sich ziehen.
Die Methoden hinter den Daten: Laserscanning in der Stadtplanung
Das Laserscanning von hystreet.com ist ein innovativer Ansatz zur Erfassung von Passantenfrequenzen. Mit einer Genauigkeit von bis zu 98 % können Bewegungen in urbanen Räumen erfasst werden. Diese Technologie ermöglicht Stadtplanern, Einzelhändlern und Investoren eine detaillierte Analyse der Bewegung in Bereichen, die sonst oft nur geschätzt werden könnten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Stadtentwicklung basierend auf verlässlichen Daten.
Wie sich die Innenstadt als Erlebnisort neu definieren kann
Soziale Interaction und Erlebnisse sind entscheidend für die Frequenz in Innenstädten. Aengenvoort weist darauf hin, dass Städte wie Kiel, Warendorf und Eutin durch kreatives Management der City und neue Ideen zeigen, dass kleinere Städte ebenfalls von einem Anstieg der Frequenzen profitieren können. Das Prinzip ist einfach: Wenn Städte Erlebnisse bieten, kommen Menschen.
Schlussfolgerung: Ein wachsames Auge auf die Entwicklungen der Innenstädte
Die Daten zeigen, dass trotz der Herausforderungen im Einzelhandel und der anhaltenden Konkurrenz durch den Online-Handel positive Effekte sichtbar sind. Eltern, Großeltern, Erzieher und Therapeuten, die sich für die Entwicklung der Spiel- und Einkaufslandschaften interessieren, sollten aktiv die Stadtentwicklung verfolgen. Die Trends, die hier erkennbar werden, können auch Einfluss auf die Art und Weise haben, wie wir Spielzeug und Freizeitmöglichkeiten für Kinder gestalten.
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